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Wo steigt die Zahl leer stehender Wohnungen?

Weil der Run auf die Städte ungebrochen ist, sind in deutschen Metropolen wie Hamburg, München und Berlin bezahlbare Wohnungen absolute Mangelwahre. In ländlichen Regionen zeigt sich vielerorts hingegen ein gänzlich anderes Bild: Hier herrscht oft ein hoher Leerstand. Um die künftige Situation abzuschätzen, hat das Analyseinstitut Empirica im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung eine Studie zur Entwicklung des Wohnungsmarktes in der Bundesrepublik angefertigt. Die Experten erwarten vor allem in ländlichen Regionen in Ostdeutschland künftig sogar noch höhere Leerstände.

Wo die meisten Wohnungen leer stehen

Insgesamt standen 2011 bundesweit rund 1,7 Millionen Wohnungen leer, was einem Leerstand von 4,4 Prozent entspricht. Allerdings gab es schon zu Beginn des neuen Jahrzehnts erhebliche regionale Unterschiede. So betrug der Leerstand im Westen 3,6 Prozent, während er in den ostdeutschen Bundesländern im Schnitt acht Prozent betrug, also erheblich höher lag.

Den höchsten Leerstand gab es in Sachsen mit knapp zehn Prozent, während in Hamburg nur etwa 1,5 Prozent der Wohnungen leer standen. Auch innerhalb der Bundesländer gibt es regional große Unterschiede. So sind die Regionen Dessau-Roßland mit 18,5 Prozent, Görlitz mit 17,7 Prozent und der Vogtlandkreis mit 16,8 Prozent die bundesweiten Spitzenreiter in Bezug auf Wohnungsleerstand.

Die Experten von Empirica erwarten, dass sich diese Situation bis 2030 sogar noch verschärfen dürfte. "Dort, wo die Leerstandszahlen schon heute hoch sind, werden die Überhänge in Zukunft weiter steigen", ist etwa Reinhard Braun überzeugt.

Der Wohnungsmarkt und die demographische Entwicklung

Auch die demographische Entwicklung trage zu diesem Trend bei. Denn sinkende Geburtenzahlen und ein höheres Lebensalter der Menschen würden dazu führen, das die Zahl neuer Haushalte langfristig sinken dürfte. Selbst wenn innerhalb der nächsten 15 Jahre keine neuen Wohnungen gebaut werden, erwarten die Forscher einen Anstieg leerer Wohnungen auf insgesamt 2,5 Millionen.

Werden hingegen neue Wohnungen mit höheren Standards gebaut, ohne dass die alte Bausubstanz ersetzt wird, erwarten die Experten eine Zahl zwischen 3,3 und 4,6 Millionen leeren Wohnungen. Das würde bedeuten, dass 2030 etwa jede zehnte Wohnung leer stehen würde. Besonders dramatisch dürfte die Situation in Ostdeutschland sein. Hier wird laut der Studie ein Zuwachs im zweistelligen Bereich erwartet.

April 2015


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