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Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist immer noch das klassische Modell zu Immobilienfinanzierung. Mit ihm wird es möglich, über einen gewissen Zeitraum Eigenkapital anzusparen, mit der festen Zusage, anschließend den Differenzbetrag zur Gesamtversicherungssumme als Darlehen zu erhalten. Zudem winken auch noch attraktive staatliche Prämien und Vergünstigungen für Besitzer eines Bausparvertrags. Bausparverträge werden grundsätzlich bei so genannten Bausparkassen abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um auf Immobilienfinanzierungen spezialisierte Kreditinstitute.

Wie sieht ein solcher Bausparvertrag genau aus?

Zunächst müssen Sie sich Gedanken darüber machen, welche Summe Sie zum Bau bzw. zum Kauf Ihrer Traumimmobilie insgesamt benötigen. Steht diese Summe fest, kann sie als Bausparsumme in den Bausparvertrag aufgenommen werden. Der Bausparvertrag sieht vor, wie viel Eigenkapital Sie zunächst ansparen müssen, damit Ihnen die Differenzsumme zwischen diesem Eigenkapital und der Gesamt-Bausparsumme als Darlehen zur Verfügung gestellt werden kann. Die Bausparsumme wird dann in monatliche Beträge über einen gewissen Zeitraum umgerechnet, die Sie als Inhaber des Bausparvertrags anschließend ableisten müssen. Die durchschnittliche Laufzeit eines Bausparvertrags beträgt dabei circa sechs bis sieben Jahre, Abweichungen nach unten oder oben sind selbstverständlich möglich.

Sind alle Bedingungen im Vertrag festgelegt, kann das Bausparen beginnen. Sie zahlen über den festgelegten Zeitraum Ihre monatlichen Raten in den Bausparvertrag ein und bauen so einen Grundstock an Eigenkapital auf. Dieser Zeitraum wird auch als Ansparphase bezeichnet. Sobald der im Bausparvertrag festgelegte Eigenkapitalanteil zusammengekommen ist, gilt der Bausparvertrag als zuteilungsreif. Sie haben nun den Anspruch auf die Differenzsumme zwischen Eigenkapital und Gesamtbausparsumme in Form eines Darlehens. Sobald dieses Darlehen gewährt ist, verfügen Sie über die entsprechenden finanziellen Mittel zum Kauf beziehungsweise Bau Ihrer Traumimmobilie.

Mit der Zuteilung des Bausparvertrags beginnt außerdem die so genannte Rückzahlungsphase. In dieser ebenfalls im Bausparvertrag genau festgelegten Zeit zahlen Sie die in Anspruch genommene Darlehenssumme wiederum in Form von monatlichen Ratenbeträgen an die Bausparkasse zurück.

Bis zu dieser Stelle könnte man einen Bausparvertrag also auch mit einem ganz normalen Ratenkredit vergleichen, bei dem der Darlehensnehmer einen gewissen Anteil an Eigenkapital zur Verfügung stellt und den restlichen Betrag als Darlehen erhält. Was den Bausparvertrag jedoch so besonders macht, ist der Umstand, dass der deutsche Staat den Erwerb von Wohneigentum seit vielen Jahren mit attraktiven Prämien und Vergünstigungen fördert. Bei einem Bausparvertrag geschieht dies dadurch, dass der Bausparer den im Vertrag vorgesehenen Eigenkapitalanteil nicht komplett aus eigenen Mitteln aufbringen muss, sondern er regelmäßig auf seine Einzahlungen Zinsgutschriften und Prämien erhält, die den Eigenkapitalanteil automatisch erhöhen. Man muss also weniger Kapital aufbringen, als einem letztendlich real zur Verfügung steht.

Doch es gibt noch weitere Umstände, die für den Abschluss eines Bausparvertrages sprechen. Einen davon stellen beispielsweise die Zinssätze dar. Diese werden bei einem Bausparvertrag direkt bei Abschluss festgelegt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Sofern sich das Zinsniveau an den internationalen Kapitalmärkten während der Laufzeit des Bausparvertrags negativ entwickelt, kann der Bausparer davon profitieren und zahlt lediglich die bei Vertragsabschluss festgelegten Zinssätze. Auch dadurch lässt sich unter Umständen eine ganze Menge an Kapital einsparen.

Trotz dieser günstigen Umstände dürfte jedem klar sein, dass auch ein Bausparvertrag nicht ohne die entsprechenden Sicherheiten zugeteilt werden kann. Als Sicherheit dient in den meisten Fällen der Grundbucheintrag für die zu finanzierende Immobilie, welcher bestehen bleibt, bis das komplette Bauspardarlehen schließlich zurückgezahlt ist. Des Weiteren fordern viele Bausparkassen den Abschluss einer Risikolebensversicherung für den Fall, dass der Darlehensnehmer während der Laufzeit des Bausparvertrags plötzlich verstirbt. In diesem Fall würde die Risikolebensversicherung einspringen und alle noch offenen Finanzierungsbeträge vollständig übernehmen.

Fazit: Das Bausparen gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Formen zur Finanzierung einer Immobilie. Durch die attraktiven staatlichen Prämien und Förderungen lässt sich hierbei eine ganze Menge an Kapital einsparen und der Traum von der eigenen Immobilie kann dementsprechend schneller wahr werden. Auf der anderen Seite muss sich der Bausparer darüber im Klaren sein, dass es in der Regel sechs bis sieben Jahre dauert, bis ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist und er somit seinen Immobilientraum verwirklichen kann. Idealerweise sollte ein Bausparvertrag daher relativ frühzeitig abgeschlossen werden.


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