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Renditeberechnung für Anlageimmobilien

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage erwirbt, den wird in erster Linie die durch dieses Objekt erzielbare Rendite interessieren. Sie ist der ausschlaggebende Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Investition in diese Form der Kapitalanlage sinnvoll war oder Sie doch besser Ihr Kapital in Aktien, Anleihen oder andere Kapitalanlagemodelle investieren hätten sollen.

In der Vergangenheit ist es des Öfteren vorgekommen, dass unerfahrenen Anlegern so genannte Schrottimmobilien verkauft wurden, für welche die Renditen von windigen Anbietern künstlich hochgerechnet wurden und die letztendlich keineswegs das halten konnten, was sie auf dem Papier versprachen. Dabei handelt es sich oft um Immobilien, die der Käufer nicht einmal zu Gesicht bekam und die diesem ausschließlich im Rahmen von Hochglanzprospekten vorgestellt wurden.

Eine wichtige Regel lautet also, dass Sie sich das zu erwerbende Objekt vor dem Kauf genau ansehen sollten. Nur so können Sie beurteilen, in welcher Lage sich dieses befindet, in welchem Zustand es ist und ob seriöse Mieter darin leben. All dies sind Faktoren, die letztendlich in die Renditeberechnung für Anlageimmobilien mit einfließen. Dazu zählen weiterhin auch eventuell anstehende Sanierungsmaßnahmen, die innerhalb der nächsten Jahre durchgeführt werden müssen. Aufschluss darüber, ob beispielsweise eine veraltete Heizanlage im Gebäude installiert ist, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in absehbarer Zeit getauscht werden sollte, können zum Beispiel die Nebenkostenabrechnungen geben.

Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die kalkulierten Mieten für die Anlageimmobilie unbedingt marktüblich ausfallen, das heißt nicht überhöht sind. Im letzten Fall ist das Anlageobjekt höchstwahrscheinlich schöngerechnet und Sie könnten durchaus rechtliche Probleme bekommen, wenn Sie ein Mieter wegen Mietwuchers verklagt.

Falls das von Ihnen anvisierte Objekt ein Mehrfamilienhaus sein soll, ist bezüglich der Renditeerwartung außerdem darauf zu achten, dass eine kompetente und möglichst vor Ort ansässige Hausverwaltung mit der Pflege des Objektes beauftragt wurde. Andernfalls könnten die vorausgesagten Renditen in der versprochenen Höhe bereits bald der Vergangenheit angehören, wenn das Objekt nach und nach verkommt.

Alles schön und gut, doch wie kann man - zumindest schnell und einfach im Rahmen einer Überschlagsrechnung - die Renditeerwartungen für ein Anlageobjekt ermitteln?

Eine kurze, allgemein gültige Formel für diese Berechnung lautet:

(Jahresmiete : Verkaufspreis) x 100


Dadurch ergibt sich als Ergebnis eine Rendite, die in der Regel zwischen sechs und zehn Prozent liegt. Viele Kapitalanleger sind von diesen Zahlen enttäuscht, sie hatten sich von einer Anlageimmobilie mehr erwartet. Man muss jedoch bedenken, dass die so ermittelten Renditen in der Regel als sehr sicher gelten und damit sicherer als viele andere Finanzprodukte ausfallen. Zudem kommen bei einer Anlageimmobilie noch interessante Steuervergünstigungen auf den Anleger zu, welche die Renditen aus der Immobilie nochmals deutlich erhöhen können. Man muss jedoch in diesem Zusammenhang fairerweise auch darauf hinweisen, dass die Steuervergünstigungen beim Kauf von Anlageimmobilien in den letzten Jahren seitens des deutschen Staates deutlich beschnitten wurden. So dürfen heutzutage nicht selbstgenutzte Immobilien mit maximal 2,5 Prozent pro Jahr linear abgeschrieben werden.

Fazit: Die Renditeerwartungen für eine Anlageimmobilie lassen sich allenfalls grob selbst überschlagen. Sie hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab, so dass man die genaue Berechnung letztendlich einem Profi überlassen sollte. Als ersten Anhaltspunkt für die Renditeermittlung können Sie jedoch die hier vorgestellte Formel benutzen.


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