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Oktober/3

Energiesparendes Bauen: Bundesbauminister plant neue Anreize zur Sanierung von Immobilien

Energiesparendes Bauen und Sanieren ist seit vielen Jahren in aller Munde. Insbesondere Bestandsimmobilien bedürfen oft einer umfangreichen Sanierung, um die aktuellen Energiesparstandards zu erfüllen. Die Kosten für solche Sanierungsmaßnahmen liegen jedoch in den meisten Fällen immens hoch und können daher oft nicht vom Eigentümer allein getragen werden. Es gibt zwar bereits - beispielsweise durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - entsprechende Fördermaßnahmen für die Sanierung von Altimmobilien, diese reichen jedoch nach Ansicht von Experten keineswegs aus.

Steuerliche Anreize

Einen Ausweg aus diesem Dilemma stellt nun Bundesbauminister Peter Ramsauer in Aussicht: Für die Zukunft müsse es auch steuerliche Anreize für die Sanierung von Altimmobilien hinsichtlich aktueller Energiesparstandards geben. Laut dem Bundesminister würde eine steuerliche Förderung als Anreiz eine exzellente Option bilden und sogar für Mehreinnahmen des Staates sorgen. Somit würde sich die Sache zumindest teilweise refinanzieren.

Grundsätzlich müssen die Regeln so beschaffen sein, dass sich die Sanierung sowohl für den Eigentümer der Immobilie als auch für den späteren Mieter lohnt. Dabei lobte der Minister die deutschen Mieterbünde, insbesondere deren Weitsichtigkeit und das aufgeschlossene Gegenüberstehen hinsichtlich der energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien.

Finanziert werden sollen die steuerlichen Anreize auch aus den Mehreinnahmen aus den Laufzeitverlängerungen der Kernkraftwerke in Deutschland. In diesem Zusammenhang betonte Ramsauer, dass die Laufzeitverlängerungen kein Geschenk an die Lobby der Atomenergie-Befürworter sei, sondern - im Gegenteil - als kapitalbildende Maßnahme für die Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland zu sehen ist. Ob das Ganze damit etwas blauäugig betrachtet ist, bleibt dahingestellt.

Realist bleiben

Hinsichtlich der erreichbaren Ziele bei der flächendeckenden Sanierung von Bestandsimmobilien bleibt der Minister allerdings realistisch. Es sei kaum machbar, den gesamten Gebäudebestand in Deutschland auf einen Null-Energie-Standard innerhalb eines angemessenen Zeitraums zu bringen. Die Kosten dafür wären mit jährlich rund 75 Milliarden Euro viel zu hoch und nicht aufzubringen. Daher sollte auch weiterhin der Eigentümer der Immobilie die Wahl haben, wann und in welchem Umfang er sein Objekt saniert. Ramsauer betonte, dass auch eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 100 auf 80 Prozent einen Beitrag zum Umweltschutz leiste und daher entsprechend anerkannt werden müsste.

Es bleiben abzuwarten, ob sich die Anregungen des Bundesbauministers durchsetzen und sich die Eigentümer von Bestandsimmobilien zukünftig auf steuerliche Erleichterungen freuen können.


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