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Dezember/4

Bürgschaften für Mietkaution: So sparen Sie drei Monatsmieten!

Besonders lästig beim Abschluss eines neuen Mietvertrages ist die Mietkaution. Meist sind dafür drei Monatsmieten fällig, die auf ein spezielles Konto bzw. Sparbuch eingezahlt werden, das der Vermieter verwaltet. Gib es nach Beendigung des Mietverhältnisses keine Probleme mit der Mietsache, erhält der Mieter die Kaution nebst Zinsen vom Vermieter wieder zurück.

Der Nachteil: Für den Mieter ist die Kaution totes Kapital, das über Jahre gebunden ist. Und da bei einem Wohnungswechsel sowieso schon eine ganze Reihe an Kostenpositionen anfallen (Umzug, Renovierung, evtl. Maklercourtage etc.), schlägt die Kautionszahlung meist ganz besonders heftig ins Kontor.

Eine bequeme Lösung für dieses Problem bietet die Deutsche Kautionskasse. Sie bietet an, eine Mietbürgschaft zu übernehmen, so dass der neue Mieter diese nicht in bar bezahlen muss.

Wie läuft das Ganze ab?

Um in den Genuss der Bürgschaft zu kommen, muss der zukünftige Mieter eine so genannte Bürgschaftsurkunde zum Preis von 50.- Euro erwerben. Die Deutsche Kautionskasse tritt dabei als Vermittler auf, die eigentliche Bürgschaft kommt durch den Versicherer AIG Europe, ein Tochterunternehmen des amerikanischen AIG-Versicherungskonzerns, zustande. Mit den 50.- Euro für die Urkunde ist es allerdings nicht getan. Hinzu kommen weiterhin laufende Kosten in Höhe von 5 Prozent der Kautionssumme jährlich. Ab dem zweiten Jahr wird außerdem noch eine Kontoführungsgebühr erhoben, die nochmals mit jährlich 10.- Euro zu Buche schlägt.

Die Vorteile liegen also auf der Hand: Der Mieter spart sich die Kapitalsumme für die Kaution und kann diese anderweitig verwenden, zum Beispiel für den Umzug oder die Renovierung. Allerdings sollen an dieser Stelle auch die Nachteile nicht verschwiegen werden. Die Inanspruchnahme der Deutschen Kautionskasse ist nicht gerade günstig. Vergleicht man die Konditionen mit denen der Banken und Sparkassen, so wird deutlich, dass der Kunde hier ca. 1,5 bis 3 Prozent mehr bezahlt.

Als weiterer Nachteil kommt hinzu, dass kein Vermieter dazu verpflichtet ist, das Bürgschaftsangebot der Deutschen Kautionskasse zu akzeptieren. Insbesondere im Hinblick auf den im Zuge der Wirtschaftskrise stark ins Wanken geratenen Mutterkonzern AIG Insurance mag es nicht verwundern, wenn sich der eine oder andere Vermieter nicht so recht mit diesem Angebot anfreunden will.

Neben dem Angebot der Deutschen Kautionskasse gibt es noch diverse weitere Anbieter für eine Mietbürgschaft. Die anfallenden Kosten sind unter Umständen geringer, sodass ein Vergleich sinnvoll ist. Mieter können sich somit einen objektiven Überblick verschaffen. Mit dieser Dienstleistung und den positiven Testergebnissen von Stiftung Warentest oder anderen Verbraucherorganisationen können auch Vermieter überzeugt werden.


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