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April 2011/06

Immobilienfonds Morgan Stanley verliert Milliarden

Der bekannte Immobilienfonds Morgan Stanley könnte für den größten Verlust sorgen, den ein solcher Investmentfonds jemals erwirtschaftet hat. Die mögliche Verlustsumme beläuft sich auf fast 5,5 Milliarden Euro, was etwa zwei Drittel des gesamten Fondsvermögens entspricht.

Doch wie kann es zu einem solchen herben Verlust kommen?

Anfang der 1990er-Jahre legte Morgan Stanley Real Estate den MSREF VI Fonds auf und versprach den Anlegern traumhafte Renditen von mehr als 22 Prozent pro Jahr. Investiert wurde in Gewerbeimmobilien auf der ganzen Welt, zum Beispiel in diverse Hilton- und Interconti-Hotels, den EZB-Tower in Frankfurt am Main sowie diverse Gebäude in Asien. Im Zuge der Finanzkrise in den letzten Jahren verloren diese Gebäude jedoch deutlich an Wert, insbesondere einzelne asiatische Objekte sorgten teilweise für Verluste von bis zu 350 Millionen Euro. Durch die unvermeidliche finanzielle Schieflage des Fonds war man nun gezwungen, einen Teil der darin enthaltenen Objekte wieder zu verkaufen. Darunter u. a. auch das bekannte Carlton Hotel im französischen Nobelort Cannes.

Ein libanesischer Investor erkannte die gute Chance und sicherte sich insgesamt sieben Hotels zu einem wahren Schnäppchenpreis von nur 450 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 kaufte der Fonds die Gebäude für insgesamt 634 Millionen Euro.

Das Schlimme daran: Die durch den Verkauf der sieben Hotels erwirtschaftete Summe kommt nicht etwa den Anlegern zugute, sondern dient lediglich dazu, den damals vergebenen Kredit durch die Barkleys Capital Bank zurückzahlen zu können. Dieser belief sich ebenfalls auf rund 450 Millionen Euro.

Die Anleger werden also weitgehend leer ausgehen. Der Verlust eines Fondsvermögens von fast 5,5 Milliarden Euro ist ein herber Schlag für die gesamte Branche der Immobilienfonds. Er wird nicht gerade neues Vertrauen bei den Anlegern schüren. Im Gegenteil, es ist damit zu rechnen, dass dieser spektakuläre Verlust den Fonds auf lange Sicht schaden wird.


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