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Rasanter Anstieg der Stromkosten

Die Nebenkosten zuverlässig kalkulieren zu können, ist für Verbraucher und für Unternehmen wichtig. Doch damit scheint nun Schluss zu sein. Die Stromkosten werden steigen und das nicht nur, weil der Energiebedarf zunimmt. Dass sich die Situation wieder beruhigt, dafür gibt es derzeit keinen Hinweis.

Deutschland ist mitunter führend bei Stromkosten

In keinem europäischen Mitgliedstaat liegen die Kosten für die Stromversorgung so hoch wie in Deutschland und Dänemark. Das ist schon keine gute Nachricht. Doch jetzt ziehen die Preise zusätzlich an, berichtete das Handelsblatt mit Hinweis auf das Vergleichsportal Verivox. Durchschnittlich verbraucht ein Haushalt 4000 Kilowattstunden pro Jahr. Dafür wurden Anfang 2021 immerhin 1171 Euro fällig. Nur ein halbes Jahr später sind die Kosten für den gleichen Haushalt um 26 Euro gestiegen. Da kann sich der Blick auf andere Anbieter lohnen. Allerdings haben rund 130 Stromanbieter die Kosten erhöht oder haben es vor. Der Vertragswechsel bietet also auch keine sichere Lösung. Vielmehr müssen sich Neukunden bereits auf deutlich saftigere Preise einstellen. Dennoch lohnt es sich, Angebote einzuholen, die passgenau auf die Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Gründe für die hohen Stromkosten

In Deutschland fallen hohe Steuern und weitere Abgaben für Strom an. Nur zwei Drittel des vom Verbraucher gezahlten Preises kommen beim Versorger auch tatsächlich an. Damit sind die die Strompreise seit 1999 um mehr als 100% gestiegen. Problematisch ist auch die nachlassende Verfügbarkeit von Gas bei steigendem Bedarf. Das sorgt auch dafür, dass die Nachfrage nach Kohle wieder zunimmt. Um noch mit Kohle heizen zu dürfen, sind CO2-Zertifikate erforderlich, um die Klimaziele nicht zu gefährden. Der immer noch andauernde Ausstieg aus der Atomkraft beeinflusst den Preisdruck ebenfalls.

Erneuerbare Energien erfordern hohe Investitionen

Ein zusätzlicher Kostenfaktor für die Verbraucher ist die Umlage, die für das Erneuerbare-Energien-Gesetz fällig ist. Weniger zu verbrauchen, hilft da wenig, denn die Bereitstellung des Stroms und der Verwaltungsapparat verursachen gleichbleibend hohe Kosten. So argumentieren die Stromanbieter. Investitionen in erneuerbare Energien belasten letztendlich ebenfalls den Verbraucher. Sie machen 50% des Strompreises aus.

Wie lassen sich die Stromkosten senken?

Licht am Ende des Tunnels versprechen die erneuerbaren Energien. Doch hier fehlt es noch am Ausbau der Grundvoraussetzungen. Eine Reform des gesamten Systems ist nötig, sind sich Experten sicher. Das gelte vor allem für das EEG, das Erneuerbare Energie-Gesetz. Außerdem fallen in den nächsten Jahren zunehmend viele Anlagen mit Wind- und Solarenergie aus der Förderung. Das kann die Lieferung von grünem Strom nachteilig beeinflussen. Hilfreich für den Verbraucher können aber flexible Stromtarife sein. Hier lohnt sich die Nachfrage beim Anbieter. Unternehmen und Privathaushalte sollten außerdem bei allen Um- und Neubauten die Energieeffizienz im Auge behalten, denn damit lassen sich die Stromkosten erheblich reduzieren.

Oktober 2021


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