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Der Postbank Wohnatlas 2022: Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt?

Eine spannende Frage, denn es gibt unterschiedliche Entwicklungen je nach Region.

Schon seit Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland teils massiv an. Dieser Boom wurde durch die Corona-Pandemie 2021 sogar noch beschleunigt. Und ein Ende dieses Trends scheint nicht in Sicht, wie eine Analyse des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts von Kauf- und Mietpreisen in Relation zum Einkommen für den Postbank Wohnatlas 2022 ergeben hat. Demnach können Immobilienbesitzer in knapp der Hälfte aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland mit einem realen Wertzuwachs bis mindestens 2035 rechnen.

Wo sind die größten Preissteigerungen zu erwarten?

Besonders attraktiv bleiben Metropolen und deren Umland, weil hier auch in den kommenden Jahren mit einem Bevölkerungswachstum von mehr als fünf Prozent pro Jahr gerechnet werden kann. Auch in Süddeutschland und in den Großräumen Hamburg und Berlin ist mit einem Wertzuwachs zu rechnen.

Auch in strukturschwachen Regionen lässt sich der Traum vom Wohnen in den eigenen vier Wänden verwirklichen, und das zu deutlich günstigeren Preisen als in den Boom-Regionen. Hier müssen angehende Immobilienbesitzer aber genauer hinsehen. Zum einen sollte eine gute Infrastruktur vorhanden sein. Und die Bevölkerungszahlen sollten nicht sinken oder es sollte keine Überalterung der Bevölkerung bevorstehen, weil das zu einem Kaufkraftverlust einerseits und mangels Nachfrage auch zu sinkenden Immobilienpreisen führt. Das betrifft Teile Sachsens Sachsen-Anhalts, Thüringens und Mecklenburg-Vorpommerns (vor allem die rot markierten Landkreise).

 Postbank Wohnatlas 2022: Prognose zur Immobilienpreisentwicklung bis 2035
Postbank Wohnatlas 2022: Prognose zur Immobilienpreisentwicklung bis 2035

Wann lohnt sich kaufen statt mieten?

Als Faustregel gilt, dass für die Nettowohnungskosten nicht mehr als 30 Prozent des zur Verfügung stehenden Einkommens ausgegeben werden sollen. Kaufen statt Mieten lohnt sich deshalb in der bayerischen Landeshauptstadt nicht unbedingt. Denn während Mieter hier im Schnitt 27 Prozent des Einkommens für die Nettokaltmiete aufbringen müssen, steigt die finanzielle Belastung beim Kauf einer Eigentumswohnung auf 44 Prozent. Auch in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt müssen Immobilienkäufer deutlich tiefer in die Tasche greifen als Mieter. Wesentlich geringer fällt die zusätzliche Belastung dagegen in Köln und Stuttgart aus.

 Postbank Wohnatlas 2022: Quadratmeterpreise nach Landkreisen für Eigentumswohnungen
Postbank Wohnatlas 2022: Quadratmeterpreise nach Landkreisen für Eigentumswohnungen

Dass die Kosten für den Kauf einer Immobilie unter Umständen mehr Einkommen binden als die Miete ist nach Meinung der Postbank-Experten aber kein Ausschlusskriterium. Schließlich betrieben Eigentümer einen aktiven Vermögensaufbau und sicherten sich für das Alter ab. Ein weiterer Effekt: Sie machen sich unabhängig von Mietpreissteigerungen.

Man kann schon gespannt sein auf den nächsten Postbank Weltatlas 2023. Dann dürften sich in der Analyse auch die stark angestiegenen Zinsen, der sich verschärfende Materialmangel und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine in den Trends niederschlagen. Denn ob man auf weitere Preissteigerungen wie in den letzten Jahren vertrauen darf, wird inzwischen etwas bezweifelt. Ein Grund mehr genau zu prüfen in welcher Region sich ein Kauf lohnt.

Juli 2022


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