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Anforderungen an eine Hausverwaltung

Die Anforderungen an eine moderne Hausverwaltung sind heute sehr vielschichtig. Sie bestehen aus mehreren Verwaltungsbereichen, insbesondere der juristischen Verwaltung, der kaufmännischen Verwaltung sowie der technischen Verwaltung einer Immobilie. Zur juristischen Verwaltung gehört dabei die Klärung aller Fragen hinsichtlich des Mietrechts, des Wohneigentumsrechts und vieler anderer rechtlicher Belange.

Die Hauptaufgaben eines Hausverwalters werden jedoch im kaufmännischen sowie im technischen Bereich liegen. Insbesondere im kaufmännischen Bereich sind die Anforderungen daher recht hoch, was umfangreiche Vorkenntnisse erfordert. Zu den Aufgaben, die ein Hausverwalter im kaufmännischen Bereich zu erfüllen hat, gehören beispielsweise:

Wie man hieran erkennt, bestehen auch im technischen Bereich vielfältige Anforderungen an eine Hausverwaltung. Entsprechende Erfahrungen auf diesem Gebiet sollten also unbedingt vorausgesetzt werden können. Der ideale Hausverwalter sollte daher entsprechende Qualifikationen sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in technischer Hinsicht nachweisen können. Die juristischen Belange können in diesem Fall etwas vernachlässigt werden, kaum ein Hausverwalter wird studierter Jurist sein. Diese Kenntnisse können sich jedoch nach und nach durch entsprechende Lektüre angeeignet werden. Dies gilt auch deshalb, da ein Hausverwalter ohne entsprechende juristische Vorbildung nicht dazu befugt ist, beispielsweise Rechtsberatungen für die Mieter anzubieten.

Wie man an den aufgeführten Punkten sieht, besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen den vielfältigen Anforderungen, die an einen Hausverwalter bestehen und der Qualifikation, die dieser laut den gesetzlichen Vorschriften erbringen muss. In Deutschland ist Hausverwalter kein anerkannter Ausbildungsberuf, daher ist hierfür auch keine besondere Qualifikation vorgeschrieben. Bei selbstständigen Hausverwaltern reicht eine einfache Gewerbeanmeldung völlig aus, um diesen Beruf fortan auszuüben. Dennoch besteht in diesem Bereich sehr wohl die Möglichkeit, eine Ausbildung in Anspruch zu nehmen. Auf diese Möglichkeiten möchten wir im nächsten Abschnitt einmal etwas detaillierter eingehen.

Ausbildung zum Hausverwalter / Weiterbildungsmöglichkeiten

Wie bereits erwähnt, gilt der Beruf des Hausverwalters in Deutschland nicht als Lehrberuf. Daher kann sich praktisch jeder als Hausverwalter bezeichnen - unabhängig davon, welche Vorbildung er vorweisen kann. Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass sich einige schwarze Schafe unter den Hausverwalter tummelten, die das schnelle Geld witterten, von den eigentlichen Aufgaben eines Hausverwalters aber rein gar nichts verstanden.

Trotz der vom Gesetzgeber nicht geforderten Qualifikation besteht die Möglichkeit, sich durch entsprechende Ausbildungen optimal auf den Beruf des Hausverwalters vorzubereiten. Der Ausbildungsberuf, welcher den Anforderungen, die an einen Hausverwalter gestellt werden, am nächsten kommt, ist der des Immobilienkaufmanns - früher auch als „Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft“ bezeichnet. Allerdings muss sich der Interessent in diesem Fall die technischen Vorkenntnisse auf anderem Wege beschaffen, da diese in der Ausbildung zum Immobilienkaufmann nicht vorhanden sind.

Wichtig zu wissen auch, dass der Bereich Hausverwaltung lediglich einen kleinen Teil der Ausbildung zum Immobilienkaufmann darstellt. Neben eben dieser Verwaltung sowie der Bewirtschaftung von Immobilien bilden außerdem der Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken, der Bau und die Sanierung von Immobilien, deren Finanzierung sowie das Marketing von Immobilien und die Beratung von Immobilienkäufern- und Verkäufern die Hauptschwerpunkte dieser Ausbildung. Sie bietet also nicht nur die Grundlage für einen Hausverwalter, sondern beispielsweise auch für einen Immobilienmakler. Viele Makler übernehmen daher zusätzlich die Funktion einer Hausverwaltung.

Auch im akademischen Bereich gibt es durchaus Möglichkeiten, sich für die Aufgaben als Hausverwalter umfangreich vorzubereiten. So gibt es beispielsweise in vielen Betriebswirtschaftsstudiengängen die Möglichkeit, sich auf die Fachrichtung Immobilienmanagement zu spezialisieren. Zusätzlich bieten einige Hochschulen inzwischen einen Bachelor-Studiengang namens „Bau- und Immobilienmanagement“ an.

Auch Weiterbildungsmöglichkeiten werden oftmals angeboten, sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich. Dies ist oft nötig, da viele Immobilienverwalter aus dem handwerklichen beziehungsweise technischen Bereich kommen und daher in kaufmännischen Belangen einen Nachholbedarf haben. Ebenso kommen einige Immobilienverwalter aus dem kaufmännischen Fach und müssen daher die technischen Grundlagen im Rahmen einer Weiterbildung erlernen. Solche Weiterbildungen werden zum Beispiel von der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise den Handwerkskammern angeboten.


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